Irene Tasker biography by Regina Stratil

Regina Stratil hat ihre lang erwartete Biographie der Alexander-Technik-Lehrerin Irene Tasker (1887–1977) veröffentlicht.

Irene Tasker war viele Jahre lang eine enge Assistentin von F. M. Alexander. Mit der Gründung einer auf Alexander-Technik-Prinzipien basierenden Schule für Kinder in London im Jahr 1924 leistete sie Pionierarbeit und einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt der Reformpädagogik im englischsprachigen Raum. Sie war die erste Alexander-Technik-Lehrerin, die die Technik nach Südafrika brachte. Dort unterrichtete sie Ärzte, Anwälte, Pädagogen und wieder viele Kinder mit großem Erfolg und schuf eine Bewegung die in Versuchen gipfelte, die Alexander-Technik in südafrikanische Schulen zu integrieren. Dies ist die erste Biographie von Irene Tasker. Das Buch basiert auf der Erforschung und Auswertung von Primärquellen und inkludiert eine Sammlung von Quellenmaterial in den Appendizes. Das Buch wirft ein neues Licht auf die Geschichte der Alexander-Technik.

Irene Tasker – Her Life and Work with the Alexander Technique von Regina Stratil ist erhältlich im Mouritz shop.

The Unknown in Hands-on Work

CANCELLED

Sunday 26 April
The Unknown in Hands-on Work with Jean M. O. Fischer
Inhibition is the source of creativity and the unknown. The unknown can only happen if our habitual way of reacting does not get in the way. By inhibiting our habitual reaction we allow for the possibility of something new to arise. Sometimes hands-on work becomes formulaic and repetitive and we are not as open to perceiving ourselves and our pupils as we could be. This workshop will start with a short lying-down (but with a different thinking process than normal), followed by basic hands-on preparation in ourselves and in pairs, and then putting hands-on each other, but in a way which is exploring how to be more sensitive, perceptive and non-judgemental in our hands-on work.

Sunday 26 April: 11am – 1:15 pm with a break.
For teachers. Max. 8 participants. To secure a place please email Jean.
Fee: €30.00

Location: Das Wiener Ausbildungszentrum für Alexander-Technik (WAAT).

Advertising and marketing

 

CANCELLED

Saturday 25 April
Advertising and marketing with Jean M. O. Fischer
As a teacher for some 30 years in Britain I have participated in different PR strategies over the years. In this talk and discussion I want to share the different PR strategies STAT pursued, the different strategies we tried with the Pimlico Centre for the Alexander Technique, and those which other teachers have shared with me. There are a range of options which have been tested and which are available to us. Of course advertising is going to differ from country to country, and I cannot say what will work best in Austria. (Regina’s and my experiences in Austria are limited.) However, I can talk about my experiences in Britain. We will then have a discussion about what could work for each teacher as individual circumstances and skills are a factor. All very informal.

This is a FREE workshop for students on training courses and teachers. Max. 9 participants. To secure a place please email Jean.

11 am – 1 pm with a short break.

Location: Das Wiener Ausbildungszentrum für Alexander-Technik (WAAT).

Der Innere Raum – Unendliche Weiten!*

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wissen, dass uns Raum umgibt, viel seltener sind wir uns aber unseres eigenen Raumes bewusst – unserer Größe, unserer Form, des Raumes, den wir einnehmen. Oft verkleinern wir uns auf zwei Arten, die miteinander Hand in Hand gehen: 1. Durch zu viel Spannung, die uns tendenziell nach unten und innen zieht und uns im Endeffekt zusammenquetscht; und 2. durch ein Kollabieren (oft als ‘Entspannen’ umschrieben), das uns letztlich auch komprimiert und unsere Form und unsere Größe vermindert. Beides verringert unseren ‘inneren Raum’, was sich wiederum auf das Funktionieren unseres gesamten Organismus auswirkt, sowohl physisch als auch psychologisch. Zum Beispiel dadurch, dass unsere Atemkapazität vermindert wird, Gelenke komprimiert werden, Blutgefäße verengt werden und wir uns daher auch kleiner fühlen. In der Alexander-Technik ist nicht eine fixe Idee wie wir sein sollten der Ausgangspunkt – nicht eine vordefinierte ‘ideale’ Haltung – sondern wir lernen wie wir verhindern können uns selbst einzuengen. Wir stellen uns mit der Alexander-Technik die Frage wie wir uns unsere wahre Größe und Form erlauben können. Das ist tatsächlich ein ‘Erlauben’ und kein Aufzwingen. Wir können uns erlauben den Raum, den wir bewohnen, auch wirklich einzunehmen. Dies ist viel mehr eine ‘innere’ Ausdehnung als eine ‘äußere Ausdehnung’ (obwohl es auch sichtbare Effekte gibt, aber diese sind Nebeneffekte und nicht das primäre Ziel der AT). Die Alexander-Technik lädt Sie ein dorthin vorzudringen, wo Sie vielleicht noch nie zuvor gewesen sind – in ihren persönlichen und individuellen Raum.

* Wir entschuldigen uns bei Raumschiff Enterprise (Star Trek).

 

Workshops in Maribor, Slowenien

 

 

 

 

Letzten Samstag haben wir zwei Alexander-Technik Workshops am Konservatorij za glasbo in balet Maribor – dem Konservatorium für Musik und Ballett – in Maribor, Slowenien, gehalten. Etwa 30 StudentInnen und LehrerInnen der Abteilung für Saitenistumente nahmen an diesen beiden theoretischen und praktischen Einführungen in die Alexander-Technik teil.

Die Alexander-Technik ist ein wertvolles Werkzeug, um zu lernen mit mehr Leichtigkeit zu spielen und Problemen vorzubeugen, die oft durch unnötige Anstrengung und ungesunde Bewegungs- und Haltungsmuster entstehen. Sie kann an jede musikalische Aktivität angepasst werden, da sie zeigt was zu vermeiden ist, was ’nicht‘ getan werden soll. Die Alexander-Technik ist bei Musikern in vielen Ländern sehr bekannt, wo sie auch Teil der Curricula in Musikschulen und Universitäten für darstellende Künste ist.

Die Praxis des Hinlegens – Schritt 3/3

Ihr Alexander-Technik Lehrer oder ihre Alexander-Technik Lehrerin wird ihnen die klassischen „directions“ (Anweisungen, Richtungen) gegeben haben (in etwa „der Hals kann sich lösen, der Kopf ist frei nach vorne und oben zu gehen“ usw., die genaue Formulierung hängt jeweils vom/von der individuellen LehrerIn ab). Es sind dabei „inhibition“ (Nicht-Tun, Innehalten) und „direction“ im Denken eng verbunden. Jeder „direction“ muss „inhibition“ vorangehen, sodass der ganze Prozess im Grunde Prävention und Nicht-Tun ist. Die Ausdehnung und das allgemeine Sich-Lösen des muskulären Systems ist zuallererst ein Ent-Tun, und nur allmählich wird es zu einem subtilen Tonisieren der Muskulatur, wobei das gesamte neuro-muskuläre System belebt und aufmerksam und in einem Zustand der Bereitschaft ist. Die Praxis des Hinlegens hilft dieses Denken („inhibition“ und „direction“) zu üben, das man dann in den alltäglichen Aktivitäten fortsetzen kann. Die Erfahrung des Hinlegens informiert daher die Art und Weise wie man das tägliche Leben bewältigt.

Viele Menschen finden diese (am Papier) einfache Praxis schwierig, aber mit Zeit und Übung wird es leicht und fließend.

(Image adapted from Directed Activities by Gerard Grennell (© Mouritz, 2002).)

Die Praxis des Hinlegens – Schritt 2/3

Während das Einnehmen der physischen Position einfach ist, erfordert die mentale Haltung etwas Übung. Zuallererst ist dies eine Haltung des Beobachtens und Nichteingreifens. Es kann etwas Zeit erfordern dem mental-physischen System zu erlauben ruhiger zu werden; ein Ausmaß von Stille zu erreichen, in dem man nicht mit wandernden Gedanken beschäftigt ist, wie zum Beispiel was man getan hat oder noch tun wird. Wir möchten einen Punkt erreichen, an dem es in Ordnung ist präsent zu sein, sich selbst ohne Urteil zu beobachten und nicht zu versuchen die Position zu korrigieren. Ruhig hier und jetzt zu sein, wobei Aufmerksamkeit ganz von selbst geschieht. Die Augen sind offen, die Aufmerksamkeit ist sanft. Es ist nicht Arbeit, es ist nicht Schlaf. Viele Gedanken und Gefühle mögen durchziehen, aber man beobachtet diese nur während sie durchlaufen.

Dann beobachtet man die eigene Atmung ohne sie zu stören. Für einige wird das Hinwenden der Aufmerksamkeit auf die eigene Atmung diese sofort verändern. Mit der Zeit und mit einer nicht-eingreifenden Aufmerksamkeit kann man die eigene Atmung beobachten ohne sie zu verändern. Das ist der zweite Schritt.

(Bild mit freundlicher Genehmigung von © www.speek.de.)

Die Praxis des Hinlegens – Schritt 1/3

 

Das Sich-Hinlegen (es hat innerhalb der Alexander-Technik mehrere unterschiedliche Namen) ist eine klassische Praxis in der Alexander-Technik. Man liegt dafür auf einer festen Unterlage, die Knie zeigen zum Himmel, und der Kopf ist von ein paar Büchern gestützt, sodass der Kopf nicht nach hinten gezogen wird, sondern ein Loslassen des Halses und die Länge der Wirbelsäule gefördert werden. Generell bedeutet das, dass die Halswirbel mehr oder weniger mit dem Rest der Wirbelsäule ausgerichtet sind, die natürlichen Kurven der Wirbelsäule erlaubend. Die Hände werden platziert wo es für das Ziel von gelösten und weiten Schultern angenehm erscheint. Diese Position begünstigt Länge und Weite und wird im Detail für jeden Menschen unterschiedlich sein.

Diese Position an sich ist schon günstig. Das Aufstellen der Beine mit den Knien nach oben hilft ein Ziehen der Muskulatur am unteren Rücken zu vermindern. Während dem Liegen reabsorbieren die Bandscheiben Flüssigkeit (darum sind die meisten Menschen am Morgen 1-2 cm größer als am Abend)*  und der Rücken- und Halsmuskulatur wird eine – für die meisten Menschen nötige und willkommene – Ruhephase gegönnt.

Sich für 10-15 Minuten täglich so hinzulegen ist eine sehr nützliche Praxis. Dies ist ein erster Schritt.

* ‘Diurnal changes in the profile shape and range of motion of the back’ by P. Wing et al. in Spine 1992 Jul;17(7):761-6.

(Bild aus Voice Power von Michael McCallion (© Mouritz, 2012).)