Die Macht der Gewohnheit

Unsere Gewohnheiten erleichtern uns in vieler Hinsicht das Leben, aber sie können auch dazu führen, dass wir in Routinen, in einer bestimmten Art und Weise etwas zu tun, steckenbleiben. Etwas auf eine gewohnte Art und Weise zu tun, fühlt sich normal, richtig und meistens auch bequem an. Oft haben wir den Eindruck, dass wir es gar nicht anders tun können. Nehmen wir das Sitzen als einfaches Beispiel. Wir alle haben eine gewisse Sitzhaltung, die wir normalerweise einnehmen weil sie eben unserer Gewohnheit entspricht. Dass wir generell dazu fähig sind nicht von einer Sitzunterlage zu fallen, bedeutet nicht unbedingt, dass wir uns gut an die gegebenen Sitzumstände anpassen. Unsere individuelle und gewohnte Art und Weise zu sitzen ist vielleicht eher steif (zu viel Anspannung) oder eher schlapp (zu wenig muskulärer Tonus) oder eine Kombination aus beidem. Da unsere Sitzhaltung eine Gewohnheit ist, ist uns zumeist nicht bewusst was wir eigentlich mit uns selbst tun. Die Alexander-Technik bringt unsere Gewohnheiten in unser Bewusstsein und damit auch die Spannungsmuster, die für uns mit einer bestimmten Aktivität verknüpft sind. Zu erkennen was wir eigentlich tun und wie wir es tun wenn wir etwas tun ist der erste Schritt aus dem Kreislauf der Gewohnheit zu entkommen. Wir können lernen unsere gewohnten Spannungsmuster zu unterlassen und stattdessen unserem muskulären System eine Tendenz zur Ausdehnung zu erlauben. Sind wir fähig eine Gewohnheit zu durchbrechen, ergibt sich die Möglichkeit einer Wahl. Die Alexander-Technik schreibt uns nicht vor was wir tun sollen, sondern gibt uns die Fähigkeit Gewohnheiten zu durchbrechen.

Sie sind herzlich eingeladen bei einem unserer kostenlosen ‚Open Hours‘ Events einen Eindruck von der Alexander-Technik zu gewinnen.
Im Rahmen von Einzelstunden kann die Alexander-Technik praktisch erarbeitet werden.

Sitzen mit der Alexander-Technik

In den letzten 15 Jahren wurde Sitzen mit Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und sogar Depressionen in Verbindung gebracht. Obwohl die Beweisführung nicht solide ist und Schlagzeilen wie „Sitzen ist das neue Rauchen“ wohl etwas dramatisch sind, sollte man sich natürlich mit dem Problem befassen. Schließlich haben viele Menschen Schmerzen, wenn sie zum Beispiel viele Stunden lang bei der Arbeit sitzen. In diesen Diskussionen wird jedoch zu wenig darauf geachtet, wie wir sitzen. Die Alexander-Technik befasst sich damit, wie wir eine Tätigkeit ausüben, sei es sitzen, stehen, gehen oder irgendeine andere Aktivität. Hier geht es nicht um die Haltung als äußere Form – in der Alexander-Technik gibt es kein „Sitz gerade!“ – sondern darum, wie wir beim Sitzen unsere Muskulatur einsetzen. Indem wir den Tonus unserer Muskulatur regulieren, entwickeln wir einen effektiveren Selbstgebrauch, was wiederum unser Sitzen verbessert. Eine bessere Sitzhaltung ergibt sich indirekt, als ein Nebenprodukt des Bewusstwerdens, wie wir etwas tun (genauer gesagt: „wie wir uns selbst benutzen“) und wie wir es noch effizienter tun können. Mit der Alexander-Technik lernen Sie allgemeine Prinzipien, die auf jeden Aspekt des Lebens angewendet werden können, auch das Sitzen.

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Im Rahmen von Einzelstunden kann die Alexander-Technik praktisch erarbeitet werden.

Alexander-Technik, das bewusste ‚Wie‘

Die Alexander-Technik ist eine praktische Methode für das tägliche Leben; dafür wie wir sitzen, stehen, gehen, atmen, arbeiten, laufen usw. Sie ist so wertvoll, da die meisten von uns viel zu viel Anspannung und Anstrengung auch für die einfachsten Aktivitäten verwenden. Das führt dazu, dass wir leicht ermüden und dann oft in uns zusammen sacken, wobei der Brustkorb und die Organe komprimiert werden. Es gibt einen mechanischen Aspekt der Alexander-Technik: Man muss beginnen sich selbst als eine tragende Struktur wahrzunehmen, die am wirksamsten funktioniert, wenn sie im Gleichgewicht ist. Aber es gibt auch einen ‚psychologischen‘ Aspekt: Keine Bewegung ist frei von Denken und Fühlen. Unsere Einstellung zur Bewegung, ob es sich nun darum handelt sich hinzusetzen oder einen Schritt zu tun, beeinflusst die Bewegung in einer subtilen aber fundamentalen Art und Weise. Die Alexander-Technik lehrt wie wir uns dieser Einflüsse bewusst werden können und gibt uns dadurch mehr Kontrolle darüber wie wir uns bewegen. Nicht was wir tun, sondern wie wir es tun ist wichtig.

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Im Rahmen von Einzelstunden kann die Alexander-Technik praktisch erarbeitet werden.